In erster Linie arbeiten der Arzneimittelchemiker und die
Arzneimittelchemikerin (Uni) in der Forschung und Entwicklung, im Bereich
Medizin sowie bei den Herstellern von chemischen und kosmetischen
Produkten. Zudem können sie in naturwissenschaftlichen und medizinischen
Instituten an Hochschulen, bei Wirtschafts- und Arbeitsgeberverbänden oder
in der Wirtschaftsförderung tätig sein. Ihre zentrale Aufgabe ist die
Entwicklung von neuen und besseren Wirkstoffen zur Behandlung von
Krankheiten sowie das bewerten von Arzneimitteln hinsichtlich
gesundheitsgefährdender Nebenwirkungen. Sie bewerten die Arzneimittel auf
toxikologische Risiken, zudem beurteilen sie die Befunde aus Kurz- und
Langzeittests. Die Beurteilungen setzen sie in Nutzen- und Risikoanalysen
um. Bei der Entwicklung von neuen oder verbesserten Arzneimitteln müssen
sie neben der Umsetzbarkeit und den Kosten auch die Wirtschaftlichkeit und
Umweltfreundlichkeit berücksichtigen. Neben diesen und zahlreichen anderen
Tätigkeiten erarbeiten sie Prüfungsvorschriften und Richtlinien für
Arzneimittel und entwickeln bessere Testverfahren. Die Höhe von ihrem
Verdienst, Gehalt bzw. Lohn hängt von der beruflichen Qualifikation ab.